
Okt.
28
2023
Akris: St. Gallen, selbstverständlich
Nach einem köstlichen Mittagessen im Restaurant Multertor erwartete uns im Textilmuseum St. Gallen eine besondere Ausstellung und Führung. Diese zeigte die beeindruckende Geschichte von Akris, einem Modeunternehmen, das tief in Stoff- und Stadtgeschichte verwurzelt ist.
1922 gründete Alice Kriemler-Schoch ein Atelier, um Schürzen herzustellen. Der Grundstein für eine 100-jährige Erfolgsgeschichte. 1972 erfolgte der Wandel von Schürzen zur Produktion hochwertiger Jacken und Mäntel. Es folgten Kollektionen von Sportswear bis zu «Haute Couture» Mode. 2004 fand in Paris das erste Defilee von Akris auf der Fashion Week statt, und seitdem ist das Modelabel eine Erfolgsgeschichte.
Im Jahr 2009 – mit der Herbst/Winter Kollektion fand das Trapez seinen Weg in die Akris Kollektion und ist bis heute ein Markenzeichen geblieben, inspiriert von der Architektur von Titiana Bilbao. Seine Inspirationen findet Kriemler bei Spaziergängen durch seine Heimatstadt St. Gallen (hier entstanden Landkarten im Gallus Grün oder die Spitzen, die wieder vermehrt eingesetzt wurden). Auch die Natur mit all ihren Farben, Formen und Texturen hat sich in einer Kollektion wieder gefunden genauso wie fluoreszierende Stoffe, Kleidungsstücke mit LED-Lampen, Kieselsteinen oder Strassenbauelemente. Entstanden sind beeindruckende Kunstwerke für Frauen, die im Leben etwas bewegen, so Kriemler – klassisch, stilvoll, elegant und einzigartig.
Diese Jubiläumsaustellung ermöglichte uns einen Einblick in die Geschichte der Familie Kriemler und ihres kreativen Schaffens. Ein Besuch des Museums lohnt sich aber auch sonst, denn die Textilbibliothek und deren Bücher über alle Spitzen und Stoffe, die gefertigt wurden, sind einzigartig.







































































































