Moneypennys meets Hells Angels!

Es war wohl der Event des Jahres bei den Moneypennys. 87 Teilnehmerinnen und Teilnehmer lauschten gespannt den Erzählungen von Patrick Hermetschwyler und Valentin Landmann. Klar war auch, dass es der Anlass war, der am meisten polarisierte. Die Fragen der Moneypennys wollten fast kein Ende nehmen, alle nutzten die Gunst der Stunde so viel wie möglich über die Geheimnisse der Hells Angels zu erfahren.

Im Interview mit Barbara Santucci erzählten die beiden Protagonisten des Abends, wie sich die Hells Angels 1948 gründeten, was der Sinn der Gruppierung war und wie sich der Club über all die Jahre in über 34 Ländern (und es gibt weitere, sogenannte Chapter, welche in Planung sind) etablieren konnte. Einst waren es Kriegsveteranen in den USA, welche den Namen einer Bomberstaffel als Vereinsnamen übernommen haben. Heute sind es ganz unterschiedliche Männer aus allen Schichten (vom selbständigen Handwerker zum Versicherungsagenten) die sich der Brüderschaft anschliessen. Das Auswahlverfahren ist streng und kann sich bis zu fünf Jahre hinziehen. Ein Hangaround oder auch Prospect braucht viel Geduld, und wie „Hemi“ sagt, auch viel Herzblut für den Verein, denn dieser steht an oberster Stelle eines Hells Angels. Ihre Werte sind Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit, Respekt und Freiheit. Letzteres ist für sie ein sehr grosses und wichtiges Gebot. Dass die Höllenengel also nichts gemeinsam haben mit einem Engel, das ist klar und wurde von „Hemi“ auch nicht anders kommuniziert. Trotz allem muss hier erwähnt werden, dass dem reinen Männerclub, auch nach über 10 Jahren Untersuchungen der Bundesanwaltschaft keine Straftat nachgewiesen werden konnte.

Zwei Männer, die klar polarisierten, vermochten die Gäste des Abends in ihren Bann zu ziehen. Wohl nicht zuletzt auch durch ihre persönlichen Geschichten. „Hemi“ war einst Gardist bei Johnnes Paul II, ein Offizier im Militär und kam dann in Genf zum ersten Mal mit einem MC (steht für Motorradclub) in Berührung, welcher zu den Hells Angels wechselte. So begann seine Angel-Karriere.

Valentin Landmann – seid über 30 Jahren der juristische Beistand der Angels – ist ein begnadeter Strafverteidiger, der einst in Rekordzeit und mit einer der höchsten Auszeichnungen sein Jurastudium abschloss und sogar am renommierten Max Planck Institut einen Lehrstuhl hatte. Nach seiner letzten juristischen Dissertationsarbeit, welche ihn in die sogenannte „Halbwelt“ brachte, krempelte er sein Leben komplett um und beschritt einen ganz neuen Weg. Dieser war bestimmt nicht immer ganz einfach, aber sein Erfolg gibt ihm jeden Tag erneut Recht.

Beim anschliessenden Apéro im grossen Saal des Restaurant Metropol wurde rege diskutiert und viele Moneypennys nutzten die Gelegenheit, Patrick Hermetschwyler und Valentin Landmann persönlich im Gespräch noch die eine oder andere Frage zu stellen – ein wahrlich gelungener Anlass, waren sich alle einig.

 

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